Chirurgisch-Orthopädische Gemeinschaftspraxis
Zentrum für Osteopathie & Sportmedizin

Karsten Ohnhold & Dr. med. Felix Hessel

Kinesiotaping

Kinesiotaping

Kinesiotaping ist eine Therapiemöglichkeit bei schmerzhaften Erkrankungen, insbesondere des Muskel-, Sehnen- oder Skelettapparates. Das Kinesiotape dient der Unterstützung der körpereigenen Heilungsvorgänge.

Anwendungsgebiete

- Muskelverletzungen, -verspannungen, -verkrampfungen
- Migräne-, Spannungs-, Kopfschmerz
- Hals-, Brust-, Lendenwirbelsäulenbeschwerden
- Schulterschmerzen
- Sehnenscheidenentzündungen
- Gelenkarthrose
- Sehnenansatzreizungen
- Umknickverletzungen des oberen Sprunggelenkes
- Hallus valgus
- Lymphabflussproblem
- Blutergussbehandlung

Kinesiotape wurde vom japanischen Chiropraktiker Dr. Kenzo Kaze bereits in den 70er Jahren entwickelt. Das Hauptziel des Kinesiotapings ist die Unterstützung körpereigener Heilungsprozesse durch ein spezielles Material bzw. durch eine entsprechende Anlagetechnik. Das Kinesiotape ist den Eigenschaften der Haut nachempfunden und übermittelt dadurch "positive" sensomotorische Informationen an unseren Körper. Kinesiotaping ist eine, die in der Orthopädie bereits vorhandenen Behandlungstechniken, ergänzende Anwendung für Erkrankungen am Stütz- und Bewegungsapparat.

Ziel der Therapie ist es, nicht Bewegungen einzuschränken, sondern die physiologische Bewegungsfähigkeit von Gelenken und Muskulatur zu ermöglichen, um somit körpereigene Steuerungs- und Heilungsprozesse zu aktivieren.

Wirkung
- Normotonisierung der Muskulatur
- Verbesserung der Sensomotorik (Propiozeption)
- Verbesserung der Mirkrozirkulation (Durchblutung)
- Aktivierung des lymphatischen Systems
- Aktivierung des endogenen, analgetischen Systems
- Unterstützung der Gelenkfunktionen
- Einfluss auf innere Organe

Grundtechniken der Kinesiotaping-Therapie
Die Kinesiotape Therapie wird mit vier Grundtechniken angewandt, die sowohl einzeln als auch in Kombination als angelegt werden. Ziel der Behandlung ist jeweils die Normalisierung des Muskeltonus, Schmerzlinderung, Aktivierung der Durchblutung und des Lymphsystems sowie die Verbesserung der Belastbarkeit.

1. Muskeltapeanlagen
2. Bänder-/ Sehnen-/ Ligamenttapeanlagen
3. Korrekturtapeanlagen
4. Lymphtapeanlagen

Anlagedauer
Durch die Materialeigenschaft wird das kinesiologische Tape bereits wenige Minuten nach der Anlage vom Tragenden als nicht störend empfunden. Aktivitäten des täglichen Lebens wie z.B. Arbeit, Sport und Freizeit werden durch den Verband nicht eingeschränkt, sondern eher gefördert. Durch das wasserabweisende Material ist es ohne Probleme möglich zu duschen oder zu baden, ohne den Verband wechseln zu müssen. Die Hauptwirkung des Kinesiotapings wird in den ersten 3 - 5 Tagen nach der Anlage erwartet. Allergische Reaktionen werden nur in seltenen Fällen registriert.

Qualifikation
Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Masseure und sonstiges medizinisches Personal, durchlaufen je nach ihrer medizinischen Ausbildung Spezialkurse für Kinesiotaping.

Kosten
Die Anlage- und Materialkosten des Kinesiotapes sind nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten und werden daher nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die Abrechnung erfolgt privatärztlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Private Krankenkassen übernehmen die Kosten.

Wir informieren Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

Aus rechtlichen Gründen weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Kinesiotaping keine chirurgische/orthopädische Regelbehandlung ist. Es existieren schulmedizinische Behandlungsalternativen.