Chirurgisch-Orthopädische Gemeinschaftspraxis
Zentrum für Osteopathie & Sportmedizin

Karsten Ohnhold & Dr. med. Felix Hessel

Flossbandtherapie

Flossbandtherapie

Flossband Therapie, auch Medical Flossing genannt, bezeichnet das relativ stramme Umwickeln von Extremitätengelenken oder -teilen mit einem eines eigens dafür entwickelten Gummibandes und einer speziellen Applikationstechnik. Die neue Therapiemethode leitet sich vom sogenannten Voodoo-Flossing ab, das in den letzten Jahren von den USA aus die Fitness-Studios auch in Europa erobert hat.
Dabei werden Gelenke und Muskeln mit dem elastischen Band lokal abgebunden. Mit angelegtem Band wird das Gelenk dann passiv oder aktiv bewegt – die Methode lässt sich so ergänzend zu anderen Behandlungen einsetzen.

Durch die Verbindung von äußerem Druck und Bewegung im Gelenk/Muskel werden die Bindegewebsschichten dreidimensional gegeneinander verschoben, die zuvor – etwa durch Verletzungen und Vernarbungen – miteinander verklebt waren.

Durch die Kompression entsteht ein kurzfristiger Blut-Lymphstau. Sobald das Band entfernt wird und damit der Druck vorbei ist, strömt Blut vermehrt rasch in die unterversorgten Bereiche (Hyperämie).

Zudem kommt es zu einem sogenannten Schwammeffekt, der zu einer Stoffwechselanregung und Verbesserung des lymphatischen Abflusses führen kann und damit zu einer beschleunigten Heilung von Mikrotraumata im Muskel.

Die Flossbandbehandlung lässt sich nahezu in alle üblichen Therapiemethoden der Fascientherapie, der Manuellen Therapie und Osteopathie integrieren. Die Behandlung kann durch die Reibung des Flossing-Bandes selbst recht schmerzhaft sein. Auf der Haut können sich Hämatome und Quaddeln bilden.

Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass die Flossband- Therapie keine chirurgische/orthopädische Regelbehandlung ist. Es existieren schulmedizinische Behandlungsalternativen. Wissenschaftlich erwiesen ist die Wirksamkeit nicht.